Schwäbischer Spruchbeutel
Gefüllt von Wulf Wager
Illustriert von Björn Locke

Typisch schwäbisch klingt es aus diesem Spruchbeutel: die originellsten und treffendsten Sprüche, Redensarten und Lebensweisheiten aus dem Schwobeländle sind in diesem Band versammelt. Bei seinen Streifzügen durch Württemberg hat Wulf Wager die Ohren gespitzt. Flugs hat er die aufgeschnappten Redensarten, Lebensweisheiten, Redewendungen, Sprichworte, Sprüche und Aphorismen in seinen Spruchbeutel gefüllt.


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In thematischer Ordnung finden sich hier über 400 witzige, tiefgründige und teils längst vergessene Spruchweisheiten in schwäbischer Mundart. Die Kapitel handeln vom Essen und Trinken, von Freundschaft, Feindschaft, Mädchen und Kerlen und heißen beispielsweise "Schaffa, gruabla ond gruaba", "Geld, Geiz ond Neid", sie bieten "Dommheit" ebenso wie "Philosophisches". Dieses Schmökervergnügen der ganz besonderen Art führt in die Tiefen der schwäbischen Seele. Wo nötig, hat Wulf Wager die Sprüche "übersetzt" oder ihre Anwendungsbereiche erläutert.






Viel Köpf, viel Senn.


Ama jeda Hasa geit Gott sein Wasa.


Wer ins Feuer bläst,
dem flieget d Funke in d Auge.


Ma ka koin Furz uf a Brett nagla.
(Nicht alles ist möglich.)


Was de net biega kasch,
muasch net brecha wölla.





Heit isch a Weddr zom Helda zeuga!


Mr brat koin Hasa, wenn ma n net hot.


Manchem seine Fleh send
emmer größer als die von ander Leut!
(Er hat immer etwas Besonderes.)


Bittre Pilla muass ma schlucka
ond et lang verbeissa.


Dr Hemml isch oinaweag blau –
au wenn d Maulwürf blend send.






Hohe Feuerla brennat it lang.

Hond, wo bellat, beißat et!


En Gedanka fahrat
d Bettelleit Kutscha!
(Wenn die Hoffnung nicht wär!)


Ma muass in manchen saura Apfel beißa,
bevor ma en siaßa verwischt.


A guadr Dag vergisst neun schlechte.



Wer eimal in d Hos gmacht hat,
muass alleweil stinka.


Liabr en Ratz in dr Kuche
als en Badener im Hausgang.


S isch besser, ma derf nemme hoimkomma,
als ma derf nemme fort.


Zerscht muass ma
en Stall han, eh mr a Kuah kauft.
(Eines nach dem anderen!)


Wo s dr Brauch isch,
legt ma d Kuah ens Bett.